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Guten Tag,
1. Frieden
Antikriegstag 2023
„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Mahatma Ghandi
Am 1. September gedenken wir des Beginns der größten Menschheitskatastrophe – des zweiten Weltkrieges. Die Überlebenden mahnen mit der Lehre:
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Die Ampel Regierung dagegen hat diese Lehre, dieses Versprechen vergessen und heizt, mit der Duldung der Lieferung von Streubomben durch die USA und der Lieferung von immer mehr Waffen bis hin zu der Überlegung, sogar Marschflugkörper zu liefern, den Krieg weiter an. Deutschland ist Kriegspartei und die Bevölkerung soll nach der unverschämten wie falschen Losung „Frieren für den Frieden“ auf immer weitere „Entbehrungen“ vorbereitet werden. Gewinner dabei sind nur die Rüstungs- sowie die US Fracking Industrie, Hedgefonds wie Blackrock und Co..
In den vergangenen Wochen jährten sich die schrecklichen Atombomben-Abwürfe über Hiroshima und Nagasaki zum 78. Mal. Am 6. und 9. August 1945 setzten US-amerikanische Bomber die Atombomben gegen Japan ein, das erste und bis heute einzige Mal, dass eine Nation diese vernichtende Kraft gegen ein anderes Land – seine Zivilgesellschaft eingesetzt hat – ein immenses Kriegsverbrechen. Allein in Nagasaki wurden 70.000 Menschen direkt getötet und ca. 75.000 weitere verletzt, insgesamt starben über 200.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen.
In den Kinos läuft Christopher Nolans „Oppenheimer“, der die Geschichte von J. Robert Oppenheimer erzählt, dem „Vater der Atombombe“. Das Gremium von 30 Nobelpreisträgern hat dieses Jahr die Weltuntergangsuhr 90 Sekunden vor Mitternacht gestellt, d.h. so groß wie jetzt war die Gefahr eines Atomkriegs noch nie. Atomwaffen sind die existenziellste Herausforderung für die Menschheit, weil sie die Erde zerstören und alles Leben auf einmal ausrotten können. Trotz dieser Gefahr wird in der Öffentlichkeit noch zu wenig über die nukleare Abschreckung diskutiert.
Und was mach die Bundesregierung? Sie ignoriert geltendes Völkerrecht, welches die Entwicklung, Produktion, den Test, Erwerb, Lagerung, Transport, Stationierung und Einsatz von Kernwaffen verbietet, weigert sich dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten und hält an der "atomaren Teilhabe durch die Bundeswehr" fest.
All diese gefährlichen Fehlentscheidung versucht sie auch noch mit einem verlogenen Deckmantel von „Moral“ zu verbrämen.
Wir verlangen von dieser Regierung mit dem scheinheiligen Moralisieren aufzuhören und die Eskalationspolitik zu beenden.
Zurück zur Entspannungspolitik mit Russland, Dialog mit gegenseitigem Interessensausgleich und Beendigung der Sanktionen die hauptsächlich uns schaden. Es braucht Sicherheitsgarantien für die Ukraine und für Russland.
Jeder Tag, den der Stellvertreterkrieg in der Ukraine andauert, zeigt den Zynismus und die Sinnlosigkeit dieses gegenseitigen Mordens. Die Strafverfolgung von Yurii Sheliazhenko, Sprecher der ukrainischen pazifistischen Bewegung durch die ukrainischen Behörden, steht stellvertretend für Repression gegen Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner angesichts zunehmender "Kriegsmüdigkeit" und zahlreicher globaler Initiativen für den dringend notwendigen Waffenstillstand und einen dauerhaften Frieden: Die fortgesetzte und wahnwitzige Orientierung auf einen "militärischen Sieg" ist das Verbrechen, nicht der Pazifismus.
Wir brauchen einen sofortigen Waffenstillstand ohne Vorbedingungen, Stopp aller Waffenlieferungen. Nötig sind Friedensgespräche und ernsthafte Bemühungen, die tragischen Fehler zu korrigieren, die auf beiden Seiten des Konflikts gemacht wurden. Eine Verlängerung des Krieges hat katastrophale, tödliche Folgen und zerstört weiterhin das Wohlergehen der Gesellschaft und der Umwelt nicht nur in der Ukraine, sondern in der ganzen Welt.
Der Ball für Verhandlungen liegt bei den NATO-Staaten. Sie haben die Verhandlungen im Frühjahr letzten Jahres torpediert. Deutschland ist Logistik-Knotenpunkt und Koordinationszentrum für den Krieg und einer der größten Erfüllungsgehilfen der USA für den Wirtschaftskrieg gegen Russland. Wenn unser Land sich diesem Krieg verweigern würde, wären die Chancen für einen Waffenstillstand und Verhandlungen sehr gross.
Für ein Ende der Eskalation und eine soziale, zivile und demokratische Zeitenwende kommt es auf unser Engagement an! Um die Zerstörung zu beenden und für den Frieden die gemeinsamen Belange in die Hände zu nehmen, dafür sind alle zum Antikriegstag am 1. September 2023 eingeladen.
Wir tragen die gemeinsame Verantwortung für die zukunftsweisende Transzendierung der grausamsten Gewalterfahrung der Weltkriege, die mit der Charta der Vereinten Nationen gelang. Unter dem Dach der UN sollte internationale Zusammenarbeit stattfinden, um soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte zu fördern und „friedliche und freundschaftliche, auf der Achtung des Prinzips der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen“ zu verwirklichen.
Eine Renaissance dieser Entwicklungsmaßstäbe muss neu erkämpft werden. Nach dem Ende der bilateralen Nachkriegsordnung haben die NATO-Staaten ihren Feldzug zur Durchsetzung einer marktgerechten Weltordnung global verschärft und mit den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, den Irak oder Libyen das Völkerrecht unzählige Male mit Füßen getreten. Millionen von Toten, die Zerstörung ganzer Landstriche, weltweite Privatisierungen, Demokratie- und Sozialabbau waren die Folgen. Nicht der Pazifismus ist gescheitert, sondern der Markt und der Militarismus scheitern
tagtäglich angesichts der drängenden Aufgaben, vor denen die Menschheit steht.
Link: https://machmit.aufstehen.de/mitmachen/images/BAG_FIP_2023_Frieden_Vorschau.pdf
- Schwerpunkte unserer Friedensaktivitäten:
1. September 2023 Weltfriedenstag – bundesweite Aktionen

10. September 2023 in Stuttgart

2. und 3. Oktober 2023 – bundesweite Aktionen
Beteiligt Euch zahlreich an den bundesweiten Aktionen am 2. und 3. Oktober 2023 und setzt ein starkes Zeichen für Frieden, Diplomatie, Völkerverständigung und Solidarität!
Link: https://machmit.aufstehen.de/crm/civicrm/mailing/url?u=2096&qid=6395113
- Atomwaffen – Gefahr für die Menschheit
Die Folgen des Einsatzes von Atomwaffen werden von vielen Menschen nicht ausreichend erkannt bzw. unterschätzt.
10 Sekunden Feuerball - Folgen für Jahrhunderte
Die gewaltige Druckwelle einer Atomwaffenexplosion, erreicht Geschwindigkeiten von mehreren Hundert Stundenkilometern. Diese Welle tötet Menschen und verursacht Lungen- und Ohrenverletzungen sowie innere Blutungen.
Die intensive Hitze verdampft alles in der Nähe des Epizentrums. Sie verursacht schwere Verbrennungen und das Feuer endet in einem gigantischen Feuersturm. Selbst "normale" Bunker bieten keinen Schutz vor Sauerstoffmangel und Kohlenmonoxid Vergiftung.
Die hohe Strahlung tötet Zellen, beschädigt Organe und führt zu einem raschen Tod. Die Folgen sind Leukämie und später Tumore wie Schilddrüsen-, Lungen- oder Brustkrebs oder sogar Unfruchtbarkeit.
Die erblichen Schäden für die nächsten Generationen sind enorm. Ein Atomkrieg verseucht den ganzen Planeten. Luft, Wasser, Boden, Nahrungsmittel und Pflanzen sind für Jahrhunderte radioaktiv belastet. Menschen und Tiere haben keine Lebensgrundlage mehr.
Auswirkungen einer 100-kT-Atombombe (Quelle: ICAN):
3-km-Radius: Ein radioaktiver Feuerball, der heißer ist als die Sonne und eine Kraft entsprechend 100.000 Tonnen TNT hat, tötet alles Leben.
5-km-Radius: Die überwiegende Mehrheit der Menschen stirbt rasch an den Folgen von Verletzungen durch die Druckwelle, an Ersticken oder im Laufe der nächsten Wochen an der Strahlenkrankheit.
10-km-Radius: Die Hälfte der betroffenen Menschen erliegt ihren Verletzungen und Verbrennungen. Viele sterben bald nach der Explosion aufgrund von Bränden und an der Strahlenkrankheit.
80-km-Radius: Radioaktiver Niederschlag verbreitet sich. Im Laufe der Zeit sterben Tausende Menschen an der Strahlenkrankheit und an Krebs.
Die reine Existenz von Atomwaffen stellt eine Bedrohung für die kommenden Generationen und das Überleben der Menschheit dar.
Die Weltuntergangsuhr steht heute bei 90 Sekunden vor 12. Mitternacht bedeutet Weltuntergang
- Die Produktion von Panzern und Munition hat für die Ampel Priorität
Während nicht nur in Deutschland die Menschen an ihre finanziellen und psychischen Grenzen kommen, liefert die Regierung weitere Waffen und gibt Milliarden dafür aus. Frei nach dem Motto: „Egal was unsere Wähler denken“. Profiteure sind vor allem die Waffen- und Rüstungsindustrie. Was bei Corona die Pharmaindustrie war, das übernimmt jetzt die Rüstungslobby. Der USA haben die Sanktionen und die Waffenlieferungen die Wirtschaft gerettet. Und bei uns? Die Wirtschaft stagniert und es sieht nicht so aus, als ob sie sich davon erholen wird.
- Erweiterung bzw. Ausbau von Militärstützpunkten und Aufrüstung
Umzug von amerikanischen Militärkräften aus Großbritannien in die Eifel.
Die Luftwaffenstützpunkte der amerikanischen Fliegerstreitkräfte in Spangdahlem und Ramstein werden vergrößert. Für den Ausbau der Militärbasen rechnet der Bund mit Kosten, die auf ihn zukommen, in Höhe von 95 Millionen Euro.
In Ansbach wird die militärische Einheit durch weitere US-Soldaten verstärkt.
Mit einem fünftägigen #Schnuppercamp in der Burgwald-Kaserne im nordhessischen Frankenberg will die Bundeswehr gezielt Soldatinnen gewinnen (https://www.youtube.com/watch?v=6s6QQLNiVGE).
Aktuell und noch bis Ende August 2023 wird die Autobahn A2 im Rahmen eines Manövers für Militärtransporte in Richtung Gardelegen missbraucht.
In Litauen soll zeitnah die dauerhafte Stationierung von Bundeswehrsoldaten und ihren Familien beginnen.
Die Lieferungen von Waffen an bzw. für die Ukraine nehmen bedrohliche Ausmaße an.
Die deutsche Regierung kauft einen Raketenabwehr-Schutzschirm (ca. 4 Milliarden Euro). Dieser dient wohl hauptsächlich dem Schutz der US-Militärstützpunkte und der Regierung. Ein flächendeckender Schutz, für die Bevölkerung unseres großen Landes, funktioniert ziemlich sicher nicht (das funktioniert noch nicht einmal absolut sicher im territorial kleinen Israel).
Unklar ist auch, wie sicher dieser „Schutzschirm“ bei Mehrfachsprengköpfen funktioniert (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Interkontinentalrakete ).
Das alles steht im Widerspruch zu den Bedürfnissen der Menschen, die das Ganze auch noch gegen ihren Willen finanzieren müssen.

2. aufstehen-Basisrat
- Ergebnis der Beratung am 17. August 2023
Protest gegen den Leitantrag zum verdi-Bundeskongress wurde zur Kenntnis genommen und wird unterstützt, ebenso die Petition:
Link: https://www.change.org/p/sagt-nein-gewerkschafter-innen-gegen-krieg-militarismus-und-burgfrieden
Beschluss: Der aufstehen-Basisrat positioniert sich zur Situation der Gewerkschaften
Zwei Mitglieder des aufstehen-Basisrats (Peter Böhme, Hajo Haase) nehmen an der Arbeitsgruppe der „aufstehen-Basis“ zur Vorbereitung einer Klausurtagung in Mosbach teil.
Es wurde eine Arbeitsgruppe des aufstehen-Basisrats zur Vorbereitung der „Bundeskongress - Sammlungsbewegung aufstehen“ gebildet. Mit großer Mehrheit wurden Evelin Genzel und Sandra Barczyk als Ansprechpartnerinnen gewählt. Sie beginnen umgehend mit den entsprechenden Maßnahmen.
Hinweis: Ende September 2023 wird die Zusatzseite zur Internetseite www.aufstehen.de zur Vernetzung der aufstehen-Gruppen zur Verfügung stehen.
Die nächste Beratung des aufstehen-Basisrates wird in der 37. oder 38. Kalenderwoche stattfinden.
- Hinweis:
Für die nächsten Aktionen stehen Aufkleber und Flyer zur Verfügung. Bei Interesse bitte unter dialog@aufstehen.de unter Angabe einer Lieferadresse bis zum 21. August 2023 melden.
3. Aktionen im Rückblick
Die Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki liegen 78 Jahre zurück und noch immer wurde dafür niemand zur Verantwortung gezogen. Wir gedachten der Opfer und mahnen die Bundesregierung, endlich den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterschreiben.

Foto: aufstehen-Brandenburg an der Havel

Foto: aufstehen-Magdeburg
4. Themenräume
- Themenraum „Frieden, Abrüstung & Außenpolitik“
Hier wurde ein Offener Brief zu unseren friedenspolitischen Auffassungen erarbeitet, der an die Regierung und aller Mitglieder im Bundestag gerichtet ist. Wir bitten Euch, diesen Brief in der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Es besteht auch die Möglichkeit, diesen Brief zusätzlich mit eigener E-Mail-Adresse an die Mitglieder im Bundestag zu senden, um so den Druck auf die Entscheidungsträger zur Umsetzung des Bürgerwillens zu erhöhen.
Link: https://machmit.aufstehen.de/mitmachen/images/OffenerBriefSammlungsbewegung_aufstehen.pdf
Zu diesem offenen Brief wurde von uns auch eine Unterschriftenaktion im Portal „www.openpetition.de“ gestartet – leider wurde diese vom Betreiber vorläufig gesperrt bis wir Quellenangaben nachgeliefert haben (so funktioniert Zensur auch):
https://www.openpetition.de/petition/online/offener-brief-zum-weltfriedenstag-kritik-an-der-ukraine-eskalationspolitik
- Treffen der Moderatoren der Themenräume
Wir laden am 29. August 2023 (Dienstag) um 19 Uhr herzlich zu einem Treffen der Moderatoren aller Themenräume ein.
Zugangsdaten: https://us02web.zoom.us/j/88324638816?pwd=OVM1UUVRM082bWhFWDdrSVByLzhXZz09
Meeting-ID : 883 2463 8816
Kenncode : 122128
5. Petition: „Manifest für Frieden“
Hier kannst Du die Petition „Manifest für Frieden“ unterschreiben:
Link: https://www.change.org/p/manifest-f%C3%BCr-frieden
6. Termine
- 22. August 2023 (Di.): Berlin, Veranstaltung zum Thema "Medien und Macht"
- 25. August 2023 (Fr.): 18 - 21 Uhr Videokonferenz zum Thema „aufstehen-Manifest“ (Aktueller Stand und wie geht es weiter?)
Zugangsdaten:
https://us02web.zoom.us/j/84726668577?pwd=WHdDdDdZTnlJUkhaUUt6c0NLYVU4UT09
Meeting-ID: 847 2666 8577
Kenncode : 426511
- 1. September 2023 (Fr.): bundesweit Aktionen
Potsdam: 17 Uhr, Brandenburger Tor in Potsdam (Dr. Alexander Neu)
Link: https://machmit.aufstehen.de/mitmachen/images/aufruf-flyer-weltfriedenstag-2023_Potsdam.pdf
Leipzig: "Sternmarsch zum Weltfriedenstag"
Magdeburg: 16 Uhr, Friedensbrücke, „Transparente sprechen“
Bad Belzig: Friedenssingen auf der Burg Eisenhardt
- 2. September 2023 (Sa.): Berlin, ein Jahr Bündnis "Heizung, Brot & Frieden"
- 10. September 2023 (So.): Frankfurt „Frieden schaffen“
Aktuelles findet Ihr hier auf unserer Webseite: https://aufstehen.de/web/aktuelles/
Neues aus den Themenräumen findet Ihr hier: https://aufstehen.de/web/themenraeume/
Aktuelle Termine findet Ihr hier: https://aufstehen.de/web/mitmachen/termine/
Herzliche Grüße
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